Erdbeben Chile: Malteser helfen nach Beben und Tsunami mindestens ein Jahr

Psychsoziale Betreuung von Kindern / Hilfen für Fischer und Muscheltaucher

27.03.2010

Vier Wochen nach dem verheerenden Erdbeben in Chile sowie dem anschließenden Tsunami richten sich die Malteser auf weitere Hilfsmaßnahmen für ein Jahr ein. In Chépica, einer 180 km südlich von Santiago de Chile gelegenen Stadt mit 14.000 Einwohnern, unterstützen die Malteser Kleinstunternehmer durch den Wiederaufbau von Gebäuden und Werkstätten. „Besonders wichtig ist den Maltesern die psychosoziale Betreuung von Kindern, da über 70 Prozent von ihnen nach dem Beben aus Angst nicht wieder in die Schule gekommen sind“, erläutert Kathrin Meier, Chile-Expertin von Malteser International. Maite, eine Psychologin der chilenischen Malteser, wird die Kinder über zwei Monate ehrenamtlich betreuen. Außerdem werden die Malteser ein Gemeindezentrum mit Beratungsstelle für Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen errichten und ausstatten.

In Tubul, 60 km südlich von Concepción, konzentriert sich die Hilfe auf die Fischer und Muscheltaucher, die durch den Tsunami ihre Boote und Ausrüstungen und damit ihre Lebensgrundlage verloren haben. „„Das Meer ist ein Teil unserer Seele, und wir sind ein Teil von ihm. Der Fischfang ist nicht einfach ein erlernter Beruf, er ist tief in unserem Sein verwurzelt“, so Daniel, Fischer aus dem mit am stärksten betroffenen chilenischen Dorf. Noch leben die 3.000 Einwohner fast alle in Zelten.

Bereits wenige Tage nach dem Beben hatte Malteser International gemeinsam mit Helfern des chilenischen Malteser Hilfsdienstes „Auxilio Maltés“ und der chilenischen Assoziation des Malteserordens Kleidung, Decken, Lebensmittel und Wasseraufbereitungstabletten an rund 1.000 besonders hart von Erdbeben und Tsunami betroffene Menschen verteilt.

Am Samstag, 27. Februar, hatte um  3.34 Uhr Ortszeit (8.34 Uhr MEZ) ein Erdbeben der Stärke 8,8 auf der Richterskala die Küste vor Concepción erschüttert und zusammen mit der folgenden Tsunami-Flutwelle fast 500 Menschenleben gefordert und rund 500.000 Menschen obdachlos gemacht.

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