Haiti - drei Monate danach: Noch immer steht das Überleben im Vordergrund / 6,4 Mio. Euro Spenden für die Malteser

"Auch jetzt, drei Monate nach dem Beben, steht für viele Haitianer immer noch das tägliche Überleben im Vordergrund", so Beate Maaß, Projektkoordinatorin der Malteser in Haiti.

09.04.2010

Beate Maass mit Camp-Bewohnern in Leogane
Foto: Jürgen Peperhowe / Westfälische Nachrichten

"Auch jetzt, drei Monate nach dem Beben, steht für viele Haitianer immer noch das tägliche Überleben im Vordergrund", so Beate Maaß, Projektkoordinatorin der Malteser in Haiti. "Nach einer Phase relativer Stabilität ist leider die Sicherheitslage wieder schlechter geworden. Es kommt häufiger zu Diebstählen und  Raubüberfällen, und es gab mehrere Entführungen", berichtet die Bochumerin. Sichtbare Wiederaufbaumaßnamen gebe es noch nicht, aber ein Großteil der Familien, die bei dem Erdbeben ihre Häuser verloren hätten, seien zumindest im städtischen Bereich wenigstens mit Zelten und Planen versorgt. Zudem seien langsam Fortschritte bei den Räumungsarbeiten zu beobachten.

Ein weiteres Problem sieht Maaß im Bereich der psychischen Traumatisierung: "Wir hatten in unseren Gesundheitszentren viele Patienten mit körperlichen Symptomen wie Glieder- und Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten oder Schlaflosigkeit, für die es keine organische Ursache gab." Malteser International plant daher Kurzausbildungen für lokale Ärzte und Krankenschwestern, damit diese psychische Probleme erkennen und die Patienten an entsprechende Institutionen weiter verweisen können. Zusätzlich starten die Malteser Projekte zur psychosozialen Betreuung in den Gemeinden.

Am 12. Januar hatte ein schweres Erdbeben Haiti weitgehend zerstört, mehr als 200.000 Menschenleben gefordert und einer Million Menschen das Dach über dem Kopf geraubt. Malteser International mit Sitz in Köln koordiniert die Hilfe des weltweit tätigen Malteserordens. Die in Haiti engagierten Assoziationen und Einrichtungen des Ordens hatten im März in Miami einen gemeinsamen Masterplan für einen nachhaltigen Wiederaufbau des Landes verabschiedet, der langfristig in die haitianischen Strukturen integriert wird. Die Malteser sind sehr dankbar für die großartige Spendenbereitschaft der deutschen Bevölkerung. Insgesamt gingen 6,4 Mio. Euro Spenden für die Haiti-Hilfe der Malteser ein.

Bereits drei Tage nach dem verheerenden Beben war ein vierköpfiges Team der Malteser in die Krisenregion ausgereist. Seither arbeiten internationale Teams aus Medizinern, Krankenschwestern, Logistikern und Koordinatoren in den Gesundheitszentren von Léogâne und Darbonne sowie in Port-au-Prince.

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