Wetter schlecht, Einsätze normal, Ökumene vorbildlich

Wetter schlecht, Einsätze normal, Ökumene vorbildlich

18.05.2010

Alles im Griff hatten die Malteser und Johanniter beim 2. Ökumenischen Kirchentag 2010. Obwohl das Wetter mehr kalt und feucht, als einladend war, konnten die Hilfsorganisationen ein zufrieden stellendes Fazit ziehen. „Wir hatten über 1.300 Versorgungen, die meisten waren dem nasskalten Wetter geschuldet und grippale Infekte“, erklärt der Gesamteinsatzleiter Benedikt Liefländer. Für den Einsatz hatten Malteser und Johanniter zusammen gut 700 Einsatzsanitäter aus dem gesamten Bundesgebiet zusammengezogen. „München ist eine besondere Stadt, da kommen unsere Helfer gerne zu einem Einsatz zusammen“; erklärt Liefländer. Das der typisch bayrische weiß-blaue Himmel dieses Mal nur selten sein Gesicht zeigte, war für die Hilfskräfte kein Problem. „Wir haben uns schnell an das Wetter angepasst und kurzfristig rund 500 Liter heißen Tee vorbereitet“, so Liefländer. Wer unterkühlt in die Sanitätsstationen kam, wurde entsprechend versorgt. Neben den wetterbedingten Einsätzen gab es vor allem chirurgische Einsätze, zum Beispiel Stürze oder internistische Behandlungen. Die Hilfskräfte waren darauf gut vorbereitet. „Wir haben im gesamten Stadtgebiet 21 Sanitätsstationen eingerichtet. Alle waren mit Einsatzsanitätern und Notärzten besetzt. Darüber hinaus waren 35 zusätzliche Rettungswagen im Einsatz, um schwerere Fälle notfallmedizinisch zu versorgen“, erklärt Liefländer. Diese blieben zum Glück weitestgehend aus, was auch Benedikt Liefländer erfreute. „Die Kirchentagsbesucher haben sich sehr vorbildlich verhalten. Die meisten waren auf die widrigen Umstände gut vorbereitet.“

 

Gut vorbereitet waren die Malteser auch auf Menschen mit Behinderung. Die Hilfsorganisation hatte dazu extra einen Fahrdienst mit 50 behindertengerechten Fahrzeugen eingerichtet. „Wir haben über 1.600 Personen zu den verschiedenen Veranstaltungen oder in ihre Unterkünfte gefahren“, sagt Michael Bauer. Der Einsatzleiter der Fahrdienste zeigte sich sehr zufrieden mit den Tagen in München. „Unser Ziel war es, dass auch Menschen mit Behinderung beim ÖKT mobil sind – das ist uns sehr gut gelungen.“

 

Darüber hinaus haben sich die Jugendverbände der Malteser und Johanniter beim Kirchentag engagiert. Über die Kinderbetreuung, Hilfe für Menschen mit Behinderung oder Umsteigehilfen am Hauptbahnhof – die Malteser und Johanniter Jugend konnte ein positives Fazit ziehen. „Wir haben knapp 700 Kinder betreut. Das Vertrauen in unser Team freut uns riesig“, erklärt Justus Pinker von den Johannitern.

 

Insgesamt war die Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen sehr gut, wie auch Benedikt Liefländer bestätigt. „Malteser und Johanniter haben hier in München die Ökumene gelebt. Das war sehr vorbildlich. Genauso wie die Zusammenarbeit mit den Veranstaltern und Behörden. München war und ist für uns Malteser immer eine Reise wert.“

 

Zahlen – Daten – Fakten

Der Sanitätseinsatz der Malteser und Johanniter in Zahlen:

·         Helfer im Einsatz: 700 (Zweischichtsystem)

o        Davon mind. 90 Prozent ehrenamtlich

·         Anzahl Behandlungen: 1.402 (483 allgemein, 919 medizinisch)

·         Medizinische Behandlungen

o        298 chirurgisch

o        340 internistisch

o        Sonstige: 281

o        69 Krankentransporte

·         Fahrzeuge

o Bis zu 35 zusätzliche Rettungsmittel (Krankenwägen)

Die Malteser und Johanniter Jugend im Einsatz:

·         Helfer im Einsatz: 300

·         Kinderbetreuung

o        betreute Kinder: 684

·         Begleitdienst: 1272 Stunden (geleistete Betreuungsstunden)

·         Servicepoint

·         Umsteigehilfe Hauptbahnhof

 

Der Malteser Fahrdienst für Menschen mit Behinderung:

o        758 Fahrten

o        50 eingesetzte Fahrzeuge (behindertengerecht)

o        1.718 beförderte Personen

 

 

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