Mingora, Swat Valley Malteser International

Mingora, Swat Valley Malteser International

02.09.2010
Malteser Medizinische Grundversorgung in Kokari Middle School

Malteser Medizinische Grundversorgung in Kokari Middle School

Malteser-Arzt hat ein Kind untersucht und verschreibt ihm Medikamente

Malteser-Arzt hat ein Kind untersucht und verschreibt ihm Medikamente

Medical camp in Kokari, Mingora

Zweimal pro Woche fahren jeweils fünf Teams der Malteser mit ihren Geländewagen hinaus in die Bergdörfer, die von den verheerenden Erdrutschen und Überschwemmungen im Swat-Tal am schlimmsten betroffen sind, um medizinische Hilfe zu leisten. Vier Gesundheits­einrichtungen in der Gegend wurden durch die Überschwemmungen zerstört und die Medikamentenversorgung für Ambulanzen und Kliniken war teilweise unterbrochen. Hinzu kommt, dass tausende Menschen, die Hab und Gut verloren haben, sich weder Behandlungskosten durch einen Arzt noch Medikamente leisten können. Und das zu einem Zeitpunkt, zu dem sie medizinische Betreuung am dringend nötig hätten. Wässrige Durchfälle und Hautinfektionen durch verunreinigtes Wasser, Atemwegsinfektionen und Masern treten hier in Kokrai besonders häufig auf. Pro Tag werden von den fünf mobilen Teams bis zu 800 Patienten behandelt.

Nach einer ausgiebigen Morgenbesprechung mit den Teamführern schwärmen die Teams in alle Richtungen aus zu ihren vereinbarten Orten wo schon Dutzende Patienten auf sie warten. Die Teams bestehen jeweils aus einem Arzt, einem Gesundheitsassistenten, einer Gesund­heitsberaterin für Frauenleiden und zwei Gesundheitsberatern die Aufklärungs- und Hygienekampagnen durchführen.

Zwei Teams fahren nach Kokari, wo die Behandlungs- und Beratungsräume in der Grundschule von Kokari eingerichtet sind. Die Klassenzimmer wurden kurzerhand umfunktioniert. Ärzte, Helfer und Berater haben Sprechzimmer daraus gemacht. Überall muss improvisiert werden. Die Menschen strömen aus einem weiten Umkreis heran, die nächstgelegene staatliche Klinik liegt sieben Kilometer entfernt. Schnell bilden sich lange Schlangen von wartenden Patienten vor den einzelnen Klassenzimmern. Die Helfer unterteilen die Patienten gleich nach Fachrichtung: Kinder-, Frauen-, und Männerkrankheiten. Die Frauen tragen die Burka und dürfen ihr Gesicht nur anderen Frauen zeigen und dürfen auch nur von Frauen untersucht werden. Nach der Untersuchung durch den Arzt / Ärztin erhalten die Patienten bei Bedarf ein Rezept, die Medikamente bekommen sie auf dem "Schulhof" vom Apotheker der Malteser. Die Behandlung und die Medikamente sind kostenlos.

Es hat sich schnell herum gesprochen, dass eine deutsche Organisation hier in der Schule von Kokrai medizinische Hilfe für Bedürftige anbietet. Die täglichen Patientenzahlen haben weiterhin steigende Tendenz und die Patienten sind voll des Lobes über die Qualität und die Freundlichkeit der Helfer. Malteser International stimmt seine Aktivitäten mit den lokalen Behörden ab und arbeitet eng mit anderen Organisationen zusammen, um Spendenmittel möglichst effektiv zu nutzen und um sicher zu stellen, dass alle Bedürftigen berücksichtigt werden. So kommt es, dass ein Teil der hier benötigten Medikamente von der Weltgesundheitsorganisation zur Verfügung gestellt wird.

Dr. Tahriq, der leitende Malteser-Arzt für die Gesundheitsaktivitäten im Swat-Tal erklärt, dass die Malteser parallel zu den mobilen Kliniken auch bestehende, staatliche Kliniken mit Medikamenten, Ausstattung und Geräten unterstützen. Dennoch wird es noch mindestens 2-3 Monate dauern, bis die staatlichen Kliniken wieder voll arbeitsfähig sind und die Malteser den mobilen Klinikdienst einstellen bzw. verlagern können. Dr. Tahriq liebt seine Arbeit bei den Maltesern und ist überzeugt, dass dies die beste Möglichkeit für ihn ist, seinen Landsleuten, die jetzt von der Flut betroffen sind, zu helfen. Im Rahmen der UN-Kooperation leitet er die Koordination aller internationalen Hilfsorganisationen, die im Gesundheitsbereich im Swat-Tal aktiv sind.

In den kommenden Wochen und Monaten müssen die Menschen hier weiterhin mit zusätzlichen Nahrungsmitteln unterstützt werden, während mit dem Wiederaufbau begonnen wird; gleichzeitig müssen Maßnahmen zum vorbeugenden Katastrophenschutz durchgeführt werden.

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Dr. Claudia Kaminski
Pressesprecherin
0221/9822-125

Klaus Walraf
Pressereferent
0221/9822-120

presse@malteser.org